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Baufi-Tipp – Fremdwährungsdarlehen Teil 2 - die clevere Finanzierung

Wie funktioniert ein Fremdwährungsdarlehen?

Lernen Sie hier die Funktionsweise eines Fremdwährungsdarlehen kennen ...


Die Darlehensaufnahme

Bei Finanzierungsbeginn nehmen Sie ein Darlehen
in der fremden Währung auf. Die Bank tauscht diese
Währung in Euro um und Sie erhalten von der Bank
für die Bezahlung Ihrer Immobilie den Gegenwert
der fremden Währung in Euro.

 

 

 

 Die Darlehensrückzahlung

Bei Darlehensrückzahlung nehmen Sie Ihre
Euros und geben diese der Bank. Dort werden Ihre
Euros in die fremde Währung umgetauscht und
die Darlehensraten bzw. die Tilgung wird in der
fremden Währung bezahlt.

 

 

 

Risiko: Der Umtauschkurs der fremden Währung ändert sich!

Ändert sich zwischen Darlehensaufnahme und Darlehenrückzahlung der Kurs der Währung gegenüber dem Euro, so ändert sich auch die Darlehenssumme in Euro, die Sie zurückzahlen müssen.
Steigt der Wert des Euro im Vergleich zur fremden Währung während der Darlehenslaufzeit, so müssen Sie weniger Euro aufwenden, um das Darlehen zurückzuzahlen. Dies wäre besser.
Fällt der Wert des Euro im Vergleich zur fremden Währung während der Darlehenslaufzeit, so müssen Sie mehr Euro aufwenden, um das Darlehen zurückzuzahlen. Dies wäre ungünstiger.
Um das Währungsrisiko besser einschätzen zu können, sehen Sie hier die EUR/CHF Entwicklung der letzten 3 Jahre:

Währungschart EUR/CHF der letzten 3 Jahre:



 
Wie läßt sich das Währungsrisiko verkleinern?

1. Ansparung der Tilgung in einer Anlage der fremden Währung
Wenn Sie den Tilgungsbeitrag monatlich in eine Anlage der fremden Währung einzahlen, erhalten Sie dadurch einen durchschnittlichen Umtauschkurs der fremden Währung über die Laufzeit gesehen.
Beispiel: Bei jeder monatlichen Ansparrate ist der Umtauschkurs Euro/fremde Währung unterschiedlich. Nach 12 Monaten haben Sie mal bei günstigen, mal bei teueren Kursen umgetauscht und angespart. So erhalten Sie also einen durchschnittlichen Umtauschkurs (Cost-Avarage-Effekt).

2. Sparen Sie mehr an und schaffen sich dadurch Rücklagen
Durch den günstigen Zins sind die monatlichen Raten niedriger als bei einem normalen Darlehen in Deutschland. Nehmen Sie einfach die gesparte Differenz und legen sich damit ein Sicherheitspolster zur Seite. Hat sich die Währung ungünstig entwickelt, so haben Sie finanziellen Spielraum, um dies auszugleichen. Benötigen Sie dieses Sicherheitspolster nicht, so bleibt es zu Ihrer freien Verfügung.

3. Wählen Sie eine kurze Zinsfestschreibungszeit
Bei einer Zinsfestschreibungszeit bis zu 12 Monaten haben Sie zu den Zinsverlängerungsterminen die Möglichkeit das Darlehen in eine andere Währung umzutauschen. So bleiben Sie flexibel, wenn die Währung sich ungünstig entwickelt oder Sie Währungsgewinne mitnehmen möchten. Außerdem gibt es zu diesen Terminen unbegrenzte Sondertilgungsmöglichkeiten!

4. Die richtige Beratung entscheidet über den Erfolg
Entscheidend für ein erfolgreiches Währungsdarlehen ist die richtige Beratung. Wickeln Sie Ihren Darlehenswunsch über unser Haus ab, so erhalten Sie vor Abschluss des Währungsdarlehens eine umfassende Chancen- und Risikoberatung. So wissen Sie auf jeden Fall was auf Sie zukommen kann. Sie erhalten wichtige Informationen über die mögliche Entwicklung der jeweiligen Währung. Auch während der Laufzeit Ihres Darlehen bleiben Sie mit unserem Newsletter immer auf dem aktuellen Stand.

5. Risikominimierung durch Optionsscheine und Derivate
Mit Optionsscheinen hat man die Möglichkeit auf einen fallenden Wert des Euros im Vergleich zur fremden Währung zu wetten. So kann man den Verlust bei einem Währungsdarlehen mit einem Gewinn des Optionsscheines ausgleichen. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die Kosten des Optionsscheines das Währungsdarlehen nicht mehr interessant machen. Diese Möglichkeit der Risikominimierung ist unseres Erachtens nicht sehr sinnvoll.

 
Risiko: Der Zinssatz ändert sich
Da bei einem Währungsdarlehen der Zins in der Regel zwischen 3 und 12 Monaten fest vereinbart wird, passt sich nach dieser Zeit der Zins wieder an. Die neue Zinsvereinbarung richtet sich nach dem LIBOR-Satz der Banken. Mit diesem Zinssatz verleihen die Banken untereinander Darlehen der fremden Währung. Zu diesem LIBOR-Zinssatz schlägt die Bank noch ca. 1,5% als Risikoprämie auf. So wird dann der neue für Sie gültige Zinssatz ermittelt.

Um das Zinsänderungsrisiko besser Einschätzen zu können, sehen Sie hier den 3-Monats-LIBOR-Satz in Schweizer Franken der letzten 3 Jahre:

Zinschart des CHF-3-Monats-Euribors der letzten 3 Jahre:



Wie sich diese Zinssatzänderung in Euro und Cent auswirkt sehen Sie auf der nächsten Seite. Doch dazu später mehr.

 
Welche Tilgungsmöglichkeiten gibt es?
Je nach Bank und unter Berücksichtigung Ihrer finanziellen Möglichkeiten gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Tilgung.


1. Annuitätische Tilgung
Manche Banken verlangen eine direkte Tilgung von 1% bis 3% pro Jahr. Das heißt, dass zum Ende einer jeden Zinsperiode der Tilgungsanteil ins Darlehen fließen muss.
Vorteil:

  • Das Währungsänderungsrisiko wird somit auf viele Tilgungsraten verteilt.
  • Sie wissen, immer wie hoch Ihr aktuelle Darlehensstand ist.  

Nachteil:

  • Sie können den Tilgungsanteil der Rate nicht gewinnbringender anlegen



2. Ansparung der Tilgungsrate über einen Tilgungsträger

Sie legen die Tilgungsrate in einen Anlagefonds oder in eine Renten- oder Lebensversicherung. Am Ende der Laufzeit dieses Tilgungsträgers wird dann das Darlehen mit einem Schlag komplett getilgt.
Vorteil:

  • Durch die Zinsdifferenz des günstigen Währungsdarlehens und der eventuellen hohen Verzinsung des Tilgungsträgers müssen Sie weniger in die Tilgung investieren.

Nachteil:

  • Erwirtschaftet der Tilgungsträger nicht den erwarteten Gewinn, so müssen Sie am Ende vielleicht noch nachzahlen.
  • Durch die komplette Tilgung des Währungsdarlehens auf ein Mal, ist das Kursänderungsrisiko sehr hoch.

  
3. Gemischte Tilgung durch Annuität und Ansparung
Um Vorteile zu vereinen und Nachteile zu verkleinern, bietet sich eine Kombination der verschiedenen Tilgungsformen an.
 

Kurzum:
In unserer qualifizierten Beratung erhalten Sie in verschiedenen Berechnungsbeispielen den Vergleich, welche Tilgungsform für Sie geeignet ist.


Lesen Sie im 3. Teil, was Sie unbedingt beachten müssen und ob ein Fremdwährungsdarlehen für Sie und Ihr Vorhaben geeignet ist ...


 
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